Unser Team

Kasongo Mokwa, Geschäftsführer 

Warum haben Sie den Kulturverein Living Together gegründet? 

Ursprünglich komme ich aus Kongo, Afrika. Als ich 1995 nach Deutschland kam, durfte ich hier kostenlos studieren. Im Umkreis von 200 Kilometern konnte ich gratis Bus und Bahn fahren. Ich hatte nur einen 400-Euro-Job, aber mit der Unterstützung obendrauf kam ich über die Runden. Vor allem aber bekam ich dadurch die Möglichkeit, meinen Platz in der Gesellschaft zu finden, und dafür bin ich heute noch dankbar. Seit Jahren habe ich das starke Bedürfnis, mich zu revanchieren und diesem Land etwas zurückzugeben. 

Wie? 

Mit der Vereinsarbeit möchte ich junge Menschen im Landkreis Heidenheim motivieren und ihnen berufliche Perspektiven aufzeigen, die ihnen klarmachen, dass sie in Deutschland alles erreichen können. Ich habe viel darüber gelesen, dass es Kinder aus Arbeiterfamilien im Gegensatz zu Kindern aus Akademikerfamilien häufig nicht so weit bringen. Ich habe aber auch viel über die Gründe gelesen und glaube, dass es Stellschrauben gibt, an denen man drehen kann, damit sich das ändert. Arbeiterkinder sind ja nicht weniger begabt als ihre Schulkameradinnen und -Kameraden aus Akademikerfamilien. Aber sie haben es gesellschaftlich gesehen oft schwerer. 

Und Sie wollen es Ihnen leichter machen? 

Ja. Wir haben uns die Förderung der partizipativen Inklusion der Diversität im Landkreis Heidenheim zum Ziel gesetzt. Wir versuchen also, den Horizont der Schüler, insbesondere den der Werkreal-, Real- und Gemeinschaftsschulen, zu erweitern, damit sie sich bei ihrer Berufswahl keine Grenzen setzen. Nur durch eine Förderung aller Schüler kann man das Problem des Fachkräftemangels dauerhaft lösen. 

Was bedeutet das vereinfacht? 

Nicht jeder muss studieren, aber jeder sollte wissen, welche Möglichkeiten es gibt und sich genügend zutrauen. Von motivierten jungen Menschen, die wissen, wo ihre Stärken liegen, und die einen eigenen beruflichen Weg gefunden haben, profitiert auch der Arbeitsmarkt, der vom Fachkräftemangel geprägt ist. 

Aber ich weiß, dass manche Schülerinnen und Schüler ein geringeres Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein haben als andere Altersgenossen. 

Woran machen Sie das fest? 

Häufig entscheiden sie sich für einen Beruf, den ihre Eltern ihnen vorschreiben, die selbst hart arbeiten mussten, um gut leben zu können. Aus den Arbeitserfahrungen ihrer Eltern haben solche Kinder oft verinnerlicht: Man nimmt das Geld, das man bekommt, und freut sich, wenn das reicht. Sich selbst ins Schaufenster zu stellen und bei Vorstellungsgesprächen seinen Wert auszuhandeln, dafür fehlt ihnen oft das Selbstbewusstsein. Auch wenn sie es sich erlauben könnten. 

Viele Schülerinnen und Schüler, die so geprägt sind, glauben nicht daran, dass sie es zu mehr bringen können. Oft wissen sie auch schlicht nicht, welche Berufe es gibt. Oder, dass man auch als Klempner wirklich gut verdienen kann. 

Und an dieser Stelle soll Ihr Verein die jungen Menschen abholen? 

Ja, mit passenden Veranstaltungen, bei denen die Schülerinnen und Schüler verschiedene Berufe kennenlernen und interaktiv erleben können. Und bei denen sie durch Menschen motiviert werden, die einen besonderen Weg zum Erfolg zurückgelegt haben. Vorbilder zum Anfassen, quasi! Jemand, der die Schüler einen Einblick in seinen abwechslungsreichen Lebensweg geben und am eigenen Beispiel aufzeigt, dass jeder durch die richtige mentale Haltung den persönlichen Lebensweg selbstbestimmt gestalten und gehen kann. 

Viele Schüler wenden sich an uns mit Fragen zur Förderung der persönlichen Entwicklung, der Ausbildungsfähigkeit und der Berufsorientierung. Aber das ist gar nicht so einfach 

Was meinen Sie damit? 

Der Verein wird derzeit von mir und einer Handvoll Kollegen effektiv geführt. Wir können leider nicht die große Zahl der Anfragen allein bewältigen. Wir brauchen Mentoren, die die Schülerinnen und Schüler bei der Berufsorientierung unterstützen, indem sie ihnen Mut und Motivation geben. interessierte Menschen, die bereit wären, z.B. als Mentoren für die Schülerinnen und Schüler zu fungieren sind bei uns willkommen. 

Wie lautet die Vision, für die Sie potenzielle Vereinsmitglieder begeistern wollen? 

Mit unserer Arbeit tragen wir regional zur Lösung des Fachkräftemangels bei, machen Heidenheim als Arbeitsstandort attraktiv und eröffnen jungen Menschen Perspektiven, neue Horizonte und das Selbstbewusstsein, damit sie mutig ihren persönlichen Lebensweg bestreiten. 

Bernd Elsenhans, Inspiring People 

Bernd Elsenhans ist Gründer mehrerer Unternehmen und beschäftigte in Spitzenzeiten rund 500 Menschen jeglicher Herkunft, welche er selbst führte. Er konnte während der vergangenen 35 Jahre hierbei unterschiedliche Höhen und Tiefen erfolgreich meistern und überwinden. 

Warum bin ich als Inspiring people im living together kulturverein e.V aktiv? 

Ich habe mich als Impulsgeber engagiert, weil ich dazu beitragen möchte, den Schülerinnen und Schülern Perspektiven, neue Horizonte und Selbstvertrauen zu eröffnen, damit sie mutig ihren weiteren beruflichen Weg gehen können. Meine Aufgabe ist es, den Schülerinnen und Schülern einen Impuls zu geben, damit sie ihre Leistungsfähigkeit, ihr Selbstvertrauen, ihr Selbstwertgefühl, ihre Zufriedenheit und ihre innere Stärke für sich und für ihr Umfeld deutlich und nachhaltig verbessern. 

Dabei versuche ich den Schülerinnen und Schülern zu vermitteln, wie diese Erfolgssteigerung durch spezifische physische und psychische Techniken nachhaltig und sicher erreicht werden kann.  

Ich bin der festen Überzeugung, dass Schüler nur durch eine Erweiterung des Bewusstseins und der mentalen Stärke mehr Lebensfreude, Sicherheit und Leistungssteigerung erreichen können. 

Warum braucht die Wirtschaft den living together kulturverein e.V ? 

Kooperationen und interdisziplinäre Zusammenarbeit sind heute das A und O. Unternehmen und die Arbeitswelt verändern sich und natürlich steht auch unser Bildungssystem in Deutschland auf dem Prüfstand. Der living together Kulturverein bietet hier eine hervorragende Expertise. Die sich engagierenden Mitglieder wissen seit langem, wie sie Schülerinnen und Schülern die nötige Unterstützung geben, damit sie selbständig den für sie passenden Berufsweg wählen und wie außerschulische Partner den Unterricht in Form von interaktiven Kolloquien bereichern können. 

Wie sehe ich den Beitrag des Living Together Kulturverein e.V. zur Bewältigung des Fachkräftemangelproblems in der Region Heidenheim in 10 Jahren? 

Die Tatsache, dass sich der Verein die Unterstützung von Unternehmen unter anderem im Bereich Employer Branding auf die Fahnen geschrieben hat, wird mittelfristig dazu beitragen, den Fachkräftemangel in der Region Heidenheim zu überwinden. 

Stefanie Novosel, Mentorin 

Warum bin ich als Mentorin im living together kulturverein e.V aktiv? 

Die gesellschaftlichen Entwicklungen der vergangenen Jahre zeigen, dass die junge Generation Unterstützung bei der Zukunftsorientierung benötigt. Dabei spielt die schulische und berufliche Bildung bei der persönlichen Entwicklung der Schülerinnen und Schülern eine bedeutende Rolle, um die Potentiale fördern und entwickeln zu können. Zukunftsperspektiven sind in den letzten Jahren in den Hintergrund gerückt, der Ansporn über sich hinauszuwachsen verflogen. Ich möchte meinen persönlichen Beitrag leisten, der jungen Generation wieder Mut und Motivation zu geben, an die eigene Zukunft zu denken und sie bei diesem Weg unterstützen, beraten und aufbauen. 

 

Warum braucht die Wirtschaft den living together kulturverein e.V ? 

Bei den aktuellen Entwicklungen und Veränderungen in unserer Gesellschaft und am Bildungssystem, braucht es Kooperationen zwischen einzelnen Akteuren. Nur in Zusammenarbeit können wir als Ausbilder und Arbeitgeber die Veränderungen meistern und so gemeinsam mit dem Living Together Kulturverein e.V. einen wertvollen Beitrag für die Gesellschaft leisten. Mit dem Wissen aus der Wirtschaft und den Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit Schülerinnen und Schülern, wird durch die Kooperation ein wertvolles Instrument geschaffen, jungen Menschen den Weg in das Berufsleben zu erleichtern und den Kontakt zu außerschulischen Mentoren zu ermöglichen. 

 

Wie sehe ich den Beitrag des Living Together Kulturverein e.V. zur Bewältigung des Fachkräftemangelproblems in der Region Heidenheim in 10 Jahren? 

Durch die Unterstützung von Unternehmen und Ausbilder kann der Living Together Kulturverein e.V. einen langfristigen und erfolgreichen Beitrag gegen den Fachkräftemangel leisten. Ich sehe, dass in Zukunft durch den Beitrag der Zusammenarbeit Schülerinnen und Schüler bessere Perspektiven auf dem Weg in das Berufsleben und in die Berufsausbildung haben werden.  

Erwin Krajewski, Mentor 

Warum bin ich als Mentor im living together kulturverein e.V aktiv? 

Kompetenz ist der Treibstoff für unsere moderne Gesellschaft. Wir werden uns in eine erfolgreiche Zukunft entwickeln, wenn es uns gelingt, die Potenziale der jüngeren und der älteren Menschen zu entfalten. Das gelingt durch eine gute vorschulische und schulische Bildung und im Anschluss durch eine gute Berufsausbildung oder Studiengänge. Auf diesem Weg dürfen wir niemanden verlieren. Die ältere Generation muss permanent weiterlernen und die jetzige Schülergeneration braucht eine gute Orientierung für den beruflichen Anschluss. An dieser Orientierung fehlt es manchmal in Deutschland, und deshalb möchte ich meinen Teil dazu beitragen, dass Schülerinnen und Schüler eine Orientierung erhalten und auch eine Perspektive für die eigene Entwicklung sehen.  

Warum braucht die Wirtschaft den living together kulturverein e.V ? 

Der Living Together Kulturverein ist für mich ein gutes Beispiel, wie ehrenamtliches Engagement Türen öffnet, Verständnis fördert und Dinge anpackt. Die Mitstreiter von Living Together Kulturverein sind ein Baustein, dem momentan stattfindenden Change-Prozess in der deutschen Gesellschaft zu begleiten. Die Welt wird digitaler, die Innovationszyklen werden kürzer und alles fühlt sich schnell, manchmal zu schnell an. Schritt für Schritt können wir uns auf die Veränderungen einstellen und diese Veränderungen auch mitgestalten. Living Together Kulturverein kann dabei helfen, außerschulische Partner in den Unterricht zu holen und diesen zu bereichern. 

Wie sehe ich den Beitrag des Living Together Kulturverein e.V. zur Bewältigung des Fachkräftemangelproblems in der Region Heidenheim in 10 Jahren? 

Es wird ein erfolgreicher Mosaikstein sein – einer von vielen. Der Verein alleine kann schließlich nichts bewirken. Es ist das Zusammenspiel aller Akteure notwendig, damit wir die drängenden Probleme lösen können. Ich bin überzeugt, dass unsere Gesellschaft es schafft, sich auf die immer neuen Herausforderungen einzustellen. Wenn der Living Together Kulturverein positive Unterstützung leistet, dann ist das ein wertvoller Beitrag, 

Michael Weidhaas, Mentor 

Warum habe ich mich für das Bewerbungsmanagement im living together kulturverein e.V. engagiert? 

Ich durfte nach meiner schulischen Ausbildung Erfahrungen sammeln, die mich sowohl persönlich als auch beruflich sehr geprägt haben. Diese Erfahrungen weiter zu geben und junge Menschen auf ihrem Weg zu begleiten und zu unterstützen ist der Ansporn für mich als Mentor aktiv zu sein. 


Warum braucht die Wirtschaft den living together kulturverein e.V ? 

 Der „living together Kulturverein“ unterstützt die Wirtschaft, indem den Schulabgängern Perspektiven aufgezeigt werden und gleichzeitig durch den Erfahrungstransfer neue Sichtweisen vermittelt werden. – Letztendlich profitieren die Unternehmen davon zukünftig die passenden Mitarbeiter für ihre Herausforderungen zu bekommen. 


Wie sehe ich den Beitrag des Living Together Kulturverein e.V. zur Bewältigung des Fachkräftemangelproblems in der Region Heidenheim in 10 Jahren? 

 Der Verein kann dazu beitragen schon zu beginn der beruflichen Entwicklung die richtigen Entscheidungen im Bezug auf die Berufswahl zu treffen. Daraus resultierend ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass sich die jungen Menschen weiter im eingeschlagenen Berufsfeld entwickeln, und so zu stabilen Säulen im Berufsleben heranwachsen. 

Franz Bradler, Bewerbungsmanagement 

Warum habe ich mich für das Bewerbungsmanagement im living together kulturverein e.V. engagiert? 

 Ich habe in mehr als 33 Jahren als Berufsausbilder in technisch - mechanischen Berufen bei einer namhaften Firma gelehrt und somit auch die Bewerbungen gesichtet und die Bewerbungsgespräche durchgeführt. 

Im Bewerbungsmanagement durfte ich bereits während meiner Tätigkeit viele Male an Schulen dazu unterrichten.  

Mir war dabei immer wichtig, dass Schülerinnen und Schüler Tipps erhalten, um gut vorbereitet auf ihre Bewerbung zu sein und Sicherheit für ihre Bewerbungsgespräche zu erhalten. Gerade auch wenn die schulischen Leistungen nicht am oberen Level liegen. 

Durch meine Hilfe sollten sie in den Genuss kommen, ihre Fähigkeiten und Talente zu erkennen und damit aktiv für sich zu werben. Nebenbei ist es mir dazu noch ein großes Anliegen, den jungen Erwachsenen auch die Vorteile einer beruflichen Ausbildung sicht- und greifbar zu machen. 


Warum braucht die Wirtschaft den living together kulturverein e.V ? 

In einer Zeit, in der das Studium von vielen jungen Menschen als höchst erstrebenswertes Berufsziel gesehen wird, ist es für den Kulturverein wichtiges Anliegen, ihnen die Augen für alternative, zukunftsfähige und vor allem attraktive Berufswege zu öffnen. 

Die Hilfestellung beim Erkennen der eigenen Talente und Fähigkeiten verbunden mit den schulischen Leistungen helfen der Wirtschaft, passende Bewerbende zu finden. Unterstützung geschieht gleichzeitig durch kooperative Zusammenarbeit mit den Betrieben und den Schulen 


Wie sehe ich den Beitrag des Living Together Kulturverein e.V. zur Bewältigung des Fachkräftemangelproblems in der Region Heidenheim in 10 Jahren? 

Die Schwächen in unserem Bildungssystem können in stetiger Weise und in kleinen Schritten ausgeglichen werden. Es werden Jugendlichen und ihren Erziehungsberechtigten die Chancen aufgezeigt, ihre jeweilige Situation und Leistung realistisch einzuordnen und den für sie geeigneten Weg zu erkennen. 

Durch Kooperation mit den Betrieben und den Schulen kann für Begeisterung der jungen Menschen für Ausbildungsberufe gesorgt werden. Der Fachkräftemangel besonders in handwerklichen und weniger attraktiven Berufen kann dadurch gelindert werden. 

Kontakt


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